Radio Kaktüs - Interkulturelles Kommunikationszentrum für Freitzeit und Bildung e.V.

Stadtteil Batenbrock-Süd

  • Die Zahl der Zuwandererfamilien ist hoch, in manchen Gebieten des Stadtteils über 50%
  • Unterversorgung in den lebensrelevanten Bereichen Arbeit, Kultur/Freizeit, Bildung, Gesundheit Ethnische Ghetto-Situation mit entsprechend abgeschlossener Migrantenkultur: Moscheen, Kaffeehäuser, türkische Läden, Kioske
  • Unzufriedenheit über Einkaufs-, Spiel-, Freizeitmöglichkeiten, Spielplätze, Gesundheitsvorsorge, Beratungsdienste

Als Folge des Strukturwandels ist die Situation der Migrantenfamilien gekennzeichnet  durch sozialräumliche Segration

  • Wohnen im Stadtteil mit einem hohen Anteil von Familien in Armutssituation (Arbeitslosen, Flüchtlinge; Sozialhilfeemfänger).
  • Minderung der Integrationschance; Förderung der Ethnisierung sozialer Probleme bzw. Nährboden für Rechtsextremismus

Materielle Lage – Armut

Nach einem Bericht des „Zentrum für Ruhrgebietsforschung ZEFIR“ der Uni Bochum über Kinder "sind Kinder ausländischer Herkunft zukünftig von Armut bedroht". Das betrifft gerade den Stadtteil Batenbrock-Süd.

  • rechtliche Unsicherheit
  • Wertverluste
  • gesellschaftliche Stigmatisierung
  • spezielle Probleme einzelner Zielgruppen
Migrantenkinder
  • Die Grundschulen Josef- und Albrecht-Dürer haben den höchsten Ausländeranteil. Besondere Lebensbedingungen aufgrund der Ghetto-Situation, nämlich Stigmatisierung (Adresse des Wohngebiets),
  • fehlende Auseinandersetzung mit pluralen Lebensformen,
  • fehlende Deutschkenntnisse,
  • weniger Kommunikation mit Mehrheitsgesellschaft, kaum interkulturelle Lernmöglichkeit,
  • eingeschränkte Schulbildung.

Jugendliche

  • Bikulturelle Situation, Jugendarbeitslosigkeit, soziale Isolation, Verringerung der Lebenschancen in der Mehrheitsgesellschaft, eingeschränkte Berufschancen,
  • weniger Auseinandersetzungsmöglichkeiten mit den deutschen Vorstellungen wegen der Abwehrhaltung der Deutschen, ähnliche Abwehrhaltung und Distanzierung von den deutschen Vorstellungen mit den Folgen: Deutschenfeindlichkeit, Randalismus, Aggressivität

Frauen

Sprachschwierigkeiten, soziale Isolation, Familien-, Ehe- und Erziehungsprobleme, psychosomatische Störungen, Bildungs-und Qualifikationsdefizite

Männer

Hohe Bedrohung durch Arbeitslosigkeit, Orientierungslosigkeit aufgrund Wertewandel, hoher Beratungsbedarf

Erschwerende Umstände für eine Migrationspolitik in der Sozialarbeit.

  • erhöhte Diskriminierungsgefahr durch Überfremdungsängste
  • Bundes- und Landesmittel (geplante Sprachkurse) werden verstärkt zur Integration von neuen Einwanderern eingesetzt.
  • Diskussion um das Kommunale Wahlrecht
  • höhere Verdrängung von Migranten durch Aussiedler auf dem Arbeitsmarkt
  • neue ABM-Regelungen erschweren die Durchführung sinnvoller und notwendiger Arbeit im Stadtteil (Kinder- und Jugendarbeit usw.)
  • Migranten müßten zur kommunalen Partizipation befähigt werden
  • vorhandene Selbsthilfepotentiale müßten aktiviert werden
  • trotz der Arbeit von Trägern weiterhin Problemdruck im Stadtteil
  • mangelnde Koordination und Kooperation der Einrichtungen im Stadtteil
  • Mangelnde ausländische Fachkräfte in den Einrichtungen
  • Sparmaßnahmen und Kürzungen im Sozialbereich

Das Konzept

Ziele

  • Das Zusammenleben von Deutschen und Ausländern zu fördern, eine multikulturelle Kinder- , Jugend- und Erwachsenenarbeit zu verbessern
  • Entwicklung von Einrichtungen, die die Lebenslagen und Lebensqualität für die Bürger im Stadtteil verbessern
  • Lebendiger Stadtteil, dessen Menschen die Möglichkeit haben, auf ihre sozialen Probleme zu reagieren

Methode – Ansatz

  • ganzheitliche soziale Arbeit im Stadtteil
  • soziale Netzwerke
  • horizontale Vernetzung

Arbeitsbereiche

  • Bildung
  • Freizeit, Kultur
  • Gesundheit
  • Beschäftigungsförderung

Das Modell einer „Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Integration“ geht davon aus vielfältige Aktivitäten der unterschiedlichen Einrichtungen im Stadtteil zu vernetzen.
Sie entwickelt Ansätze neuer Kooperationsformen unter den Trägern und zielt auf eine planvolle soziale Infrastruktur im Stadtteil. Die Referenten der kooperierenden Träger der Arbeitsgemeinschaft treffen sich. Sie haben die Aufgabe – Beratungs- und Versorgungslücken zu erkennen, Integrationspolitische Entwicklungen im Stadtteil aufzuzeigen, Einzelmaßnahmen zu planen.
Das Projekt „Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Integration“ wird Forum zur Diskussion migrantenrelevanter Themen im Stadtteil.
Das Projekt wird von programmorientierten Aufgaben begleitet: Reflexion inhaltlicher Probleme, Analyse und Beratung bei Fragen der Projekteinrichtungen, Beratung bei Konflikten im Team und mit Trägern.

Einrichtungen,die für diese AG in Frage kommen, sind El Ele - Diakonie, Kaktüs  e.V., Hevalti e. V., Kinderschutzbund, Abenteuerspielplatz, Stadtteilbüro – RAA, HdJ

Zur Einbindung des Projekts „Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Integration“ im zukünftigen Nutzungskonzept des Hauses der Jugend

  • Das Haus der Jugend liegt zwischen Innenstadt und Batenbrock-Süd
  • Seit Jahren ist es von Migranten-Kindern und Jugendlichen aus diesem Stadtteil frequentiert worden und /weiterhin werden.?

Position A

Ein großer Teil des Projekts kann räumlich beim HdJ verankert werden: Die verschiedenen Träger können ihre Kinder- und Jugendarbeit wie (Hausaufgabenhilfe, themenzentrierten Gruppenarbeit mit Jugendlichen, Freizeitangeboten, etc.) unter einem Dach anbieten.
Das Haus der Jugend ist dafür zuständig, das Projekt aktiv mit zu organisieren, anzuleiten, abzuwickeln, weiterzuentwickeln und Umsetzungen zu planen.

Position B

Das Haus der Jugend ist ein Ort umfassender multikultureller Versorgungs-, Bildungs-, Freizeit- und Kulturarbeit mit Initiativ- und Koordinierungsfunktion für das Stadtviertel. D. h. gleichzeitig räumliche Zusammenfassung von Trägern des Projekts. Darüber hinaus können für diese Institutionen Räume zur Verfügung gestellt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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